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Reitsport


Wandern auf dem Rücken der Pferde (© Uschi Euler, Piclease)
Auf dem Foto sieht man eine Gruppe Reiter von hinten, die auf ihren Pferden durch den Wald reiten.

Reiten

Hinaus in die Natur und dem stressigen Alltag entfliehen. Auch auf dem Rücken der Pferde ist dies möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten ist der Mensch beim Reiten nicht nur auf sich begrenzt, sondern steht auch in direkter Verbindung zu einem anderen Lebewesen. Durch das Reiten entsteht eine Beziehung zwischen Pferd und Reiter, was den Menschen Einfühlsamkeit und innere Ruhe lehrt. 

Das Pferd ermöglicht beim Ausritt seine ganz eigene Sicht auf die Natur. Es lässt Dinge entdecken, die der Reitende allein nicht wahrnehmen würde und gibt sie an ihn weiter. Dies schafft eine starke Verbindung vom Reiter sowohl zur Natur als auch zum Pferd. Dementsprechend ist der Reitsport in der Natur eine tolle Freizeit Aktivität die Körper, Geist und Seele stärkt. 

Ausritte in der Natur sind bei Reitern sehr beliebt. Es gibt eine große Anzahl an Freizeitreitern. Daneben gibt es Turnierreiter. In vielen Regionen gibt es Reitwegenetze und Angebote für Freizeit- und Wanderreiter. 

Natürlich bringt dieser Sport auch eine gewisse Verantwortung für Mensch und Tier mit sich. Die wichtigsten Regeln für einen sicheren Ausritt in verschiedenen Umgebungen sind unter folgendem Link aufgeführt.

Regeln für den Ausritt


Wanderreiten

Bei dem Wunsch nach längeren Ausritten bietet sich das Wanderreiten an.

Dabei handelt es sich um mehrtägige Ausritte. Geschlafen wird währenddessen unter freiem Himmel, in Zelten, bei Bauern oder Pferdehöfen. Das Gepäck wird entweder auf dem Reitpferd in Satteltaschen, auf mitgeführten Packpferden oder sogar per Trosser transportiert. Dieses Erlebnis ist eine besondere Herausforderung für Pferd und Reiter, bietet aber tolle Erfahrungen und ein umfassendes Pensum an Eindrücken rund um Natur und Pferd.

Umfassende Informationen rund um das Thema Reiten gibt es auf der Website der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.


Therapeutisches Reiten

Die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen und sich draußen zu bewegen, das kann auch für Menschen mit Behinderung oder Verhaltensbesonderheiten eine wichtige Rolle im Alltag spielen. Therapeutisches Reiten ist eine Möglichkeit die Natur zu erleben und gleichzeitig Verbesserungen körperlicher, psychischer oder sozialer Beeinträchtigungen zu erzielen.

Im Unterschied zum klassischen Reiten geht es hier in erster Linie um den Kontakt und die Kommunikation mit dem Pferd. Nachrangig ist das Ziel besondere Reitfähigkeiten zu erlernen. Durch den starken Bezug zu einem Lebewesen unterscheidet sich das therapeutische Reiten aber auch von den meisten anderen Therapieformen. 

Die verbreitetsten Formen sind: die Hippotherapie, die ergotherapeutische Behandlung und die heilpädagogische Förderung. Je nach Therapieform werden dabei Sensorik und Motorik, aber auch Wahrnehmung und Verhalten der Reiter geschult.

Eingesetzt werden bei der Therapie in der Regel Kleinpferde und Ponys, die speziell ausgebildet sind. Sie zeichnen sich besonders durch ihren ruhigen, geduldigen, kontaktfreudigen und sensiblen Charakter aus. Neben Pferden werden in manchen Fällen auch andere Reittiere eingesetzt wie etwa Esel, Lamas oder Kamele.

Außerdem stellt die Reittherapie eine erstklassige Möglichkeit für Menschen mit Behinderung dar sportlich aktiv zu sein. Mit ausreichendem Talent kann sogar Leistungssport betrieben werden.  

Weitergehende Informationen gibt es beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V.