Bundesamt für Naturschutz

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Projektdatenbank

Ex-situ-Erhaltung salicinreicher Weiden und Anlage eines Modellbestandes für eine nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt innerhalb der Gattung Salix?



Region

Brandenburg: Berlin, Eberswalde



Zielgruppe(n)

Tourismusvereine und -verbände



Themenbereich(e)

Biodiversität



Projektzeitraum

November 2006 bis Oktober 2009



Rahmenprojekt

Verbund-, Modell-und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt



Projektziel

langfristige Erhaltung der biologischen Vielfalt für die heimischen Salix-Arten, Schaffung von Voraussetzungen für die Substitution von synthetisch hergestellten Wirkstoffen durch pflanzliche Inhaltsstoffe, Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion über die Etablierung naturgemäßer Landnutzung



Beschreibung

Im Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt wird eine modellhafte, naturnahe Landnutzung durch Weidenanbau in ausgeräumten Auenbereichen demonstriert. Mit der Auswahl zahlreicher Klone heimischer salicinreicher Weidenarten soll demonstriert werden, dass naturkonform unter Erhaltung einer genügenden intraspezifischen Variationsbreite ein kommerzieller Weidenanbau zur Arzneitee-Gewinnung möglich ist. Nordostdeutsche Weidenbestände besonders salicinreicher Sippen werden sowohl in einer Ex-situ-Sammlung als auch in zwei Modellbeständen gesichert. Bei den Modellbeständen handelt es sich um Vielklonbestände der besonders salicinhaltigen Weidenarten Salix purpurea (Purpur-Weide), Salix pentandra (Lorbeer-Weide) und Salix daphnoides ssp. pomeranica (Reif-Weide). Sowohl die Klonauswahl als auch die Art- und Weise der Bestandsetablierung und Bestandsführung sollen notwendige ökologische wie auch ökonomische Aspekte berücksichtigen: land-wirtschaftliche Nutzung heimischer Salix-Arten unter Erhaltung ihrer genetischen Vielfalt. Der Weiden-Modellbestand kann gleichzeitig als Erhaltungsquartier (Mutterquartier) für Auwald-renaturierungsprogramme im Einzugsgebiet der Oder und als Mutterquartier für die Begründung naturnaher Landnutzungssysteme auf feuchten bis nassen Standorten (Oderbruch) dienen.



Projekträger

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung



Projektnehmer

Humbolt-Universität Berlin, Institut für Gartenbauwissenschaften





Ansprechpartner

Humboldt-Universität Berlin
Matthias Zander
Lentzeallee 75
14195 Berlin
Tel: 030 314 71301
Fax: 030 314 71426
matthias.zander@agrar.hu-berlin.de




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