Bundesamt für Naturschutz

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Literatur NatGesIs

Nachhaltiger Tourismus in Naturparken - Ein Leitfaden für die Praxis



Dokumenttyp

Sonstiges



Autor/en

Bundesamt für Naturschutz (BfN), Verband Deutscher Naturparke (VDN)



Jahr

2002



Verlag

Verband Deutscher Naturparke (VDN)



Beschreibung

Das umfassende Ziel des Naturschutzes ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Seit dem "Erdgipfel" 1992 in Rio de Janeiro, auf dem das Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt (CBD) unterzeichnet wurde, steht dieses Ziel gleichbedeutend neben der nachhaltigen Nutzung der Natur und des gerechten Ausgleichs der Vorteile, die sich aus Nutzung unserer natürlichen Ressourcen ergeben. Damit bilden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte
das Grundgerüst eines zukunftsfähigen Konzeptes, das sowohl die Erhaltung als auch die Nutzung unserer Natur erlaubt.
In weiten Teilen Europas ist die ursprüngliche Natur durch die jahrhundertlange, und vor allem in den letzten Jahrzehnten stark intensivierte Nutzung unserer Landschaft auf zumeist kleine Restareale zurückgedrängt worden. Wo wir heute noch naturnahe Landschaften vorfinden, versuchen wir, diese mit den verschiedenen Instrumenten zu erhalten. Während besonders naturnahe großflächige Gebiete eher durch Nationalparke geschützt werden, in denen auf einem Großteil der Fläche der Schutz der ursprünglichen Natur Vorrang hat, eignen sich Naturparke in besonderer Art und Weise, um Natur und Landschaft für viele Menschen erlebbar zu machen. Durch einen bewussten Einsatz dieser unterschiedlichen Schutzinstrumente ist sowohl die Erhaltung der biologischen Vielfalt als auch deren Nutzung und Erlebbarkeit gewährleistet.
Der Tourismus zählt zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen und ist somit Chance und Risiko zugleich. Dies führt ? insbesondere angesichts des immer noch steigenden Flächenverbrauchs in Deutschland ? zu einem ständig wachsenden Nutzungsdruck auf naturnahe und erlebnisreiche Gebiete. Naturschutz und Tourismus sind hier aufeinander angewiesen: Der Naturschutz benötigt die Akzeptanz und das Verständnis der Menschen, der Tourismus wiederum braucht eine intakte Natur als wichtigstes Kapital. Hier schafft der Naturschutz Arbeitsplätze und neue Einkommensquellen, womit eine regionale Wertschöpfung einhergeht.
Die ?Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten? entspricht den im Rahmen der Übereinkunft zur biologischen Vielfalt erarbeiteten Richtlinien für eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Mit einem Modellprojekt in drei ausgewählten deutschen Naturparken hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zusammen mit dem Verband Deutscher Naturparke die Anwendung des bislang theoretischen Konzeptes erfolgreich erprobt.
Der vorliegende Leitfaden fasst die Ergebnisse dieses Modellprojektes zusammen und gibt Hinweise für eine praktische Umsetzung der Empfehlungen und Ziele der Charta. Damit zeigt der Leitfaden auch Wege auf, wie Naturschutz und Tourismus zukünftig noch stärker voneinander profitieren können. Dabei greift der Leitfaden auf hervorragende Beispiele aus Naturparken zurück (z.B. Frankenwald, Steinhuder Meer und Insel Usedom), um einzelne Schritte anschaulich zu präsentieren. Ein vergleichbares Projekt des BfN unter Einbeziehung von Nationalparken und Biosphärenreservaten ist bereits in der Vorbereitung.




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