Bundesamt für Naturschutz

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Schutzgebiete


Intakte Natur begeistert © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Station zur Umweltbildung im Nationalpark Hainich © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Erholung und Nähe zu sich und Ihrem Körper finden Sie besonders in schönen Landschaften und in intakter Natur. Gerade die ursprüngliche und facettenreiche Natur von Schutzgebieten lädt zu unvergesslichen Naturerlebnissen ein. Wandern, Joggen, Klettern, Rad oder Kanu fahren, Baden oder Skilaufen – in achtungsvollem Umgang mit der Natur geht hier vieles.


Tourismus in Schutzgebieten

Schutzgebiete bewahren das ökologische Gleichgewicht und erhalten natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke erhalten Natur- und Kulturlandschaften für künftige Generationen, öffnen sich aber auch dem Tourismus. Diese Verbindung führt dazu, dass Menschen, die ursprüngliche Natur als Erlebnis- und Gesundheitsquelle schätzen, sich auch für deren Schutz und Erhalt einsetzen. Oft auch geht das gesundheitsförderliche Potenzial der Landschaften durch Luftkurorte, Erholungsorte und Heilbäder in der Nähe von Schutzgebieten eine fruchtbare Symbiose mit naturnahem Tourismus ein. Die Herausforderung liegt allerdings darin, einen Balance zwischen dem Schutz und der touristischen Nutzung von Natur und Landschaft zu finden. Naturschutz ist angewiesen auf Akzeptanz und Verständnis der Menschen, Naturtourismus auf eine intakte Natur.


Natur-Urlaub mit Gesundheitsbonus

Großschutzgebiete sind ideale Orte, um Naturerlebnis und Gesundheitsförderung zu verbinden. Weil die Belastungen im Arbeitsalltag, aber auch das Gesundheitsbewusstsein der Menschen wachsen, entsteht ein Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung, aber auch nach besonderen Erlebnissen im Urlaub. Schutzgebiete wie Natur- oder Nationalparke verbinden beides.

Viele Schutzgebiete bieten inzwischen zielgerichtete Tourismus-Angebote – zugeschnitten auf Erholung, Bewegung oder Naturerlebnis. Ausflüge ins Grüne oder naturverträgliche, gesundheitsförderliche Reisen können Sie mit VIABONO  planen. Dieses Internetportal für Naturreisende vereint seit 2001 über 350 umwelt- und qualitätsorientierte Hotels, Ferienwohnungen, Tagungshäuser, Campingplätze, Jugendunterkünfte, Restaurants, Pauschal- und Kanuanbieter, Naturparke und Tourismuskommunen unter einem Dach. Auf der Internetplattform des Verbandes Deutscher Naturparke finden Sie Angebote und Links zu Gesundheit, Erholung und Aktivurlaub in deutschen Naturparken.


Nachhaltigkeit in Schutzgebieten

Nachhaltigkeit und der Erhalt der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten haben zwei erwünschte Folgen: Die Natur bleibt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten und bewahrt ihre Attraktivität für den Menschen. Die Praxis beweist, wie gut sich Naturschutz und Nutzung der Schutzgebiete durch den Menschen vereinbaren lassen. In den Informationszentren der Schutzgebiete finden Besucherinnen und Besucher Verhaltensvorgaben und Informationen – auch darüber, wie die Natur trotz der Ge- und Verbote genutzt werden kann. Jede Kategorie hat im Hinblick auf ihre Ziele eigene Regeln.


Schutzgebietskategorien

Die in Deutschland geltenden Schutzgebietskategorien beruhen auf dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Die unterschiedlichen Schutzgebiete können hinsichtlich ihrer Größe, ihres Schutzzwecks und ihrer Schutzziele und der daraus abzuleitenden Nutzungseinschränkungen unterschieden werden. Die wichtigsten großflächigen Schutzgebietskategorien sind: Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke. Sie können sich teilweise überlagern oder sind in Einzelfällen sogar deckungsgleich.

In Deutschland gibt es derzeit 16 Nationalparke, 17 Biosphärenreservate und über 103 Naturparke. Sie werden aufgrund ihrer Flächengröße auch als Großschutzgebiete bezeichnet. Die meisten Großschutzgebiete sind unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften zusammengefasst.

Nationalparke

Nationalparke (§ 24 BNatSchG) sind großräumige Landschaften nationaler Bedeutung, die sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen solchen Zustand zu entwickeln oder entwickelt zu werden. Frei von nutzenden und lenkenden Eingriffen des Menschen soll Natur sich nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln können. Nationalparke tragen zur Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Artenvielfalt bei und schaffen Rückzugsgebiete für wild lebende Pflanzen und Tiere.

Biosphärenreservate

Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG) dienen dem großräumigen Schutz von Natur- und Kulturlandschaften. Vornehmliche Ziele sind die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzungen geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt. Darüber hinaus sollen sie beispielhaft der Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Wirtschaftsweisen in allen Wirtschaftssektoren dienen.

Naturparke

Naturparke (§ 27 BNatSchG) sind großräumige Kulturlandschaften, in denen der Schutz und die Erhaltung der Biotop- und Artenvielfalt stark mit der Erholungsfunktion der Landschaften für den Menschen verbunden sind. In ihnen werden umweltverträglicher Tourismus und dauerhaft umweltverträgliche Landnutzungen unterstützt.

In den Naturparken sollen Naturschutz, Erholung und Naturerlebnis mit einer umwelt- und naturverträglichen, nachhaltigen wirtschaftlichen Landnutzung verbunden werden. Besonders für die Bewohner städtischer Gegenden bieten Naturparke zahlreiche Naturerlebnisse und landschaftsbezogene Erholung.

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