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Natur in der Stadt


Regelmäßige Spaziergänge im Park erhöhen die Lebenserwartung © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Parkanlage © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Grünflächen in Städten sind in erster Linie Angebote für eine erholsame und bewegungsintensive Freizeit. Im Sommer laden Wiesen zum Sonnenbaden oder zum Fußballspielen mit Freunden ein, im Winter fliegen nach Schulschluss Schneebälle durch die Luft. Stadtparks sind Treffpunkte für Generationen, soziale Schichten, Mensch und Tier. Und – sie sind die grünen Lungen der Stadt.


Gefahr gebannt?

Städteplaner fordern inzwischen, Stadtgrün zentral in der Stadtentwicklung zu verankern. Und das macht Sinn aus verschiedenen Gründen. Städte brauchen Bäume und Pflanzen, um der steigenden Belastung mit CO2 und Feinstaub entgegenzuwirken, um das trockene, im Sommer heiße Stadtklima zu verbessern und um Lärm zu schlucken. Schädliche Bestandteile der Luft führen zu immer mehr Atemwegserkrankungen und Allergien, extreme Hitze ist für Kleinkinder, kranke und alte Menschen eine große Gefahr, Lärm kann Schlaf und Wohlbefinden beeinträchtigen. Bäume und Pflanzen in Städten fungieren deshalb als Schadstoffsenken im weitesten Sinne.


Besser leben

Untersuchungen bei älteren Stadtbewohnern haben ergeben, dass Lebensqualität und Lebenserwartung steigen, wenn sie sich oft in Parks aufhalten. Kinder in Städten entwickeln sich besser, wenn sie viel im Grünen spielen – motorisch, geistig, sozial und emotional. Andere Menschen zu treffen ist hier leicht und regelmäßig möglich. Begegnungen machen glücklicher und erleichtern die Integration sozialer Randgruppen unserer Gesellschaft.


Grüne Sporthalle

Stadtparks bieten sich als immer verfügbarer, naher und kostenloser Ort für Bewegung an. Joggen und Nordic Walking lassen sich ohne großen Aufwand vor oder nach der Arbeit oder am Wochenende ausüben. Man braucht weder Vereinszugehörigkeit noch ist man an feste Zeiten gebunden.

! Grün macht Städte gesünder, lebendiger, schöner. Es ist Ihr Grün – nutzen Sie es!


Stadtwälder

Stadtwälder bilden eine wichtige Gesundheitsressource für Stadtbewohner. Sie senken die Schadstoffbelastung und verbessern das Klima der „Wärme-Insel“ Stadt. Doch die angenehme Wirkung von Wäldern spüren Menschen vor allem dann, wenn sie dort sind. Denn neben seiner luft- und klimaverbessernden Wirkung besitzt Wald auch einen hohen Wert als Ort der Entspannung, Bewegung, Besinnung und Neuorientierung. Hier kommen angenehme Kindheitserinnerungen hoch und ordnen sich verfahrene Gedanken. Hier können Kinder ungebremst toben, Geschäftsleute tauchen ein in eine entschleunigte Welt, Familien haben Zeit für einander. Wald kann Ruhepol und Kraftquell sein – beides brauchen wir, um gesund zu bleiben.

Wald wirkt positiv auf den Körper

  • Bäume filtern Staub aus der Luft und lassen befreit durchatmen
  • Schatten und Windschutz sorgen für angenehme Temperaturen
  • Waldluft enthält Spuren wohltuender ätherischer Öle
  • Bäume filtern Lärm und schaffen eine ruhige, entspannende Atmosphäre
  • Wald motiviert zum Bewegen, vor allem Kinder

Wald wirkt positiv auf Geist und Seele

  • weniger Hektik, Ausgleich zum Alltagsstress durch Ruhe und Verweilen, Stressabbau
  • Ablenkung durch andere Formen, Farben, Gerüche, Geräusche, Lichtspiele
  • ein Aufenthalt im Wald wird mit positiven Gefühlen verbunden, Kindheitserinnerungen
  • Freiheitsgefühle

Wald fördert zwischenmenschliches Wohlbefinden

  • Menschen begegnen sich im Wald offener
  • Menschen treffen sich im Wald, ohne sich gegenseitig einzuengen
  • Aufenthalte im Wald fördern Identitätsfindung und Sinnstiftung
  • gemeinsames Naturerleben oder Wildniserfahrung fördern naturbezogene Gemeinschaftsgefühle

Links

Generationen-Aktiv-Park

Sport- und Begegnungspark Gaarden

BfN-Broschüre: "Natur in der Stadt"

Stadt und Natur BfN

BMUB-Broschüre: "Grün in der Stadt"

Leitfaden Gesunde Stadt Landeszentrum Gesundheit NRW