Bundesamt für Naturschutz

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Geschichte der Heilkräuter


Sogar mit Preiselbeeren kann man heilen © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Preiselbeeren am Strauch © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Schwerer Anfang

Bei den Steinzeitmenschen war der Speiseplan ziemlich langweilig, denn es gab kaum Abwechslung. Die Menschen waren auf das angewiesen, was sie jagen und sammeln konnten. Sie haben erst später gelernt, Kräuter, Getreide und Gemüse anzupflanzen und Tiere zu halten.

Gefährliches Ausprobieren

Oft haben die Menschen Pflanzen, die sie nicht kannten, einfach probiert. Danach wussten sie, ob sie giftig waren und wie sie schmeckten. Ziemlich gefährlich war das. Manchmal haben die Menschen dabei gemerkt, dass eine Pflanze eine besondere Wirkung auf sie hat. Wenn sie krank wurden, haben sie dann genau die Pflanze gegessen oder auf Wunden gelegt. Und wenn sie geholfen hat, kannten die Menschen wieder eine Heilpflanze mehr.

Mit Zitronen heilen?

Manche Pflanzen, die früher wichtige Heilpflanzen waren, werden heute anders verwendet. Zum Beispiel sind Tee, Kaffee oder Tabak heute Genussmittel. Pfeffer, Zimt und Basilikum sind heute Gewürze. Und Äpfel und Zitrusfrüchte sind Nahrungsmittel.

Von Tieren abgeschaut

Geschichten aus alter Zeit erzählen, dass sich die Menschen auch von Tieren abgeschaut haben, welche Kräuter heilen. Zum Beispiel fressen Gämsen ein bestimmtes Kraut, wenn sie von einer Schlange gebissen werden. Bären wissen im Frühjahr genau, welche Kräuter sie fressen müssen, um nach dem langen Winterschlaf wieder zu Kräften zu kommen.

Heilkräuter wiederentdeckt 

Heute nutzen wieder mehr Menschen die Kraft der Heilkräuter. Wenn Krankheiten oder Verletzungen nicht gefährlich sind, können Heilpflanzen als Tee, Tropfen oder Pulver den Menschen wieder gesund machen. Bei manchen gefährlicheren Krankheiten können manchmal Medikamente und Heilpflanzen zusammen besser wirken als nur das Medikament allein.


Quelle: "Wegweiser durch die Natur"

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Bärlauch © Jens Schiller
Bärlauch