Bundesamt für Naturschutz

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Herbst


Der Herbstwald leuchtet in warmen Farben © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Blätter im Herbst © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Ab dem 22. September haben wir Herbst. Die Tage werden kürzer, weil die Sonne im Herbst später aufgeht und früher untergeht. Es wird langsam kälter. Der „goldene“ Oktober ist aber manchmal noch ziemlich warm – bis 20° C. Im November regnet es viel und wird kälter. Damit du auch dann immer draußen spielen kannst, brauchst du eine Regenjacke.

Am letzten Samstag im Oktober werden die Uhren wieder auf die Winterzeit gestellt. Also eine Stunde zurück. Du kannst in dieser Nacht eine Stunde länger schlafen!

Laubschlacht und Kastanien sammeln

Die Blätter färben sich bunt, weil die Bäume und Büsche ihre Nährstoffe zurückziehen, um gut und gesund zu überwintern. Es bleiben die gelben, orangen und roten Farbstoffe in den Blättern. Die Bäume würden über die Blätter im Winter kostbares Wasser verlieren und werfen sie deshalb ab. 

In der Natur siehst du das am besten. Geh doch mit deinen Freunden oder deinen Eltern in den Wald! Ihr könnt dort Verstecken und Fangen spielen. Auch mit dem bunten Laub auf den Wegen kannst du viel Spaß haben. Wenn du nämlich durch die dicken Teppiche aus Laub raschelst oder mit den anderen eine Laubschlacht machst. 

Wenn du einen Laubhaufen siehst, lass ihn aber bitte liegen! Insekten, Frösche oder Igel haben sich dort schon zum Winterschlaf versteckt.

Im Wald findest du auch Eicheln, Bucheckern und Kastanien. Du kannst sie und die schönsten Blätter sammeln und prima damit basteln. Hier erfährst du, was. Bucheckern schmecken übrigens vorzüglich – zu Hause im Backofen kurz angeröstet.

Die Früchte von Eichen, Buchen und Kastanien kannst du auch in einen Naturpark in deiner Nähe bringen. Die Tiere dort werden sich freuen! Aber sammle bitte immer nur so viel im Wald oder Garten, dass die Tiere dort noch genug zu fressen finden!

Drachensteigen


Lass deinen Drachen steigen! © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Drachen am blauen Himmel

Herbst ist Drachenzeit. Du kannst selbst einen Drachen bauen oder dir einen von deinen Eltern wünschen. Lass ihn auf einem Feld oder einer Wiese ohne Bäume und Stromleitungen mit dem Wind kämpfen. 

Weißt du, warum es im Herbst so windig ist? In dieser Zeit zwischen Sommer und Winter ist es im Süden (etwa am Mittelmeer) noch warm, während es weiter nördlich schon ziemlich kalt wird. Warme Luft ist leichter und steigt nach oben, kalte Luft ist schwerer und sinkt ab. Deshalb sammelt sich in den kalten Gegenden immer mehr kalte Luft am Boden, die zur Seite ausweichen muss. In den warmen Gebieten dagegen führt das Aufsteigen der warmen Luft dazu, dass am Boden Platz für neue Luft entsteht. Du kannst dir das so vorstellen, als ob im Süden jemand einen riesigen Staubsauger angemacht hätte, der nun überschüssige Luft aus anderen Gebieten dorthin saugt. Der Herbstwind ist also nichts anderes als Luft, die aus kühleren in wärmere Gegenden strömt.

Das fleißige Eichhörnchen

Immer wieder siehst du jetzt Eichhörnchen durch den Garten oder den Park huschen. Sie klettern auf Bäume und knabbern an Tannenzapfen. Das Eichhörnchen hält keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe und steht manchmal zum Fressen auf. Deshalb muss es sich einen Vorrat anlegen, denn im kalten Winter findet es nichts. Es sammelt Nüsse und Samen und vergräbt sie. Wenn das Eichhörnchen im Winter Hunger bekommt, buddelt es die Schätze aus und frisst sich satt. Manchmal vergisst es auch ein Versteck. Dann wachsen aus den vergrabenen Eicheln und Nüssen neue Bäume.

Der Apfel


Der schönste Pausenapfel © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Roter Apfel hängt am Baum © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Manche Apfelsorten werden erst im September und Oktober reif. Wenn du selbst Äpfel pflückst und sie an einem dunklen, kühlen Ort bei 3-4° C aufhebst, halten sie sich sehr lange. Du kannst noch im Dezember und Januar leckere Bratäpfel daraus zaubern. Wie das geht, kannst du hier lesen.


Wenn es allmählich immer kälter und dunkler wird, macht der Herbst der nächsten Jahreszeit Platz: dem Winter.


Quelle: Bundesamt für Naturschutz

Mitmachen!

Die kleinen Umweltstrolche in Mainz experimentieren mit Farben, Wasser, Luft, Lebensmitteln, Energie und Magnetismus. Klingt spannend? Lies hier mehr darüber. [7]

Die Natur untersuchen © Michael Pütsch
Bestimmung der Unterwasservegetation eines Sees