Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Vielfalt von Ökosystemen


Intakte Ökosysteme puffern Störereignisse besser ab © Papenfuss - Atelier für Gestaltung
Foto: Blumenwiese © Atelier Papenfuss

Nicht nur einzelne Arten, sondern auch zahlreiche Ökosysteme weltweit sind gefährdet – nach Schätzungen des Millennium Ecosystem Assessments (MA) etwa 60 %. Intakte Ökosysteme sichern das Überleben des Menschen durch Ökosystemserviceleistungen wie die Vermeidung und Abpufferung natürlicher Katastrophenereignisse.

Die Anzahl der im Ökosystem vorkommenden Arten spielt für die Stabilität eines Ökosystems eine erhebliche Rolle. Es wird angenommen, dass Ökosysteme mit einer natürlichen Vielfalt an Arten Störereignisse besser abpuffern können als Ökosysteme, in denen viele Arten bereits ausgestorben sind.

Die Gründe für die Gefährdung von Ökosystemen und Arten sind vielfältig. Sie liegen unter anderem in der Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen sowie in der Intensivierung der Landnutzungen, wie beispielsweise der Land- und Forstwirtschaft. Aber auch Freizeitaktivitäten in der Natur und die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Angesichts der prognostizierten Erwärmung ist mit einer verstärkten Ausbreitung gebietsfremder Arten und damit mit einem erhöhten Risiko durch invasive Arten zu rechnen (BfN 2008). Diese können einheimische Arten verdrängen, aber auch negative gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen haben. Zwei bekannte Beispiele, die direkte negative gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen haben, sind das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) und der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum). Mit zunehmenden Klimaveränderungen besteht die Möglichkeit, dass diese biologischen Invasionen weiter zunehmen (BfN 2008). 

Aus unserer Projektdatenbank:

zur Projektdatenbank

Links

Biologische Vielfalt BfN

Gebietsfremde Arten BfN

Invasive Pflanzenarten FloraWeb