Bundesamt für Naturschutz

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Nachhaltigkeit


Regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln den Vorzug geben © Papenfuss – Atelier für Gestaltung
Foto: Bioprodukte vom Hersteller – Dottenfelder Hof © Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Der Schutz der natürlichen Ressourcen und die Förderung einer nachhaltigen Bodennutzung sind wichtige Ziele eines nachhaltigen europäischen Bodenschutzes. Auch im Kontext der Lebensmittelressourcen ist das von besonderer Bedeutung       (Bückmann & Lee 2008).


Bewusst handeln

Das Nachhaltigkeitskonzept fordert, natürliche Ressourcen nur in einem Maße zu nutzen, das den Erhalt des entsprechenden Ökosystems und das natürliche Nachwachsen der Bestände gewährleisten kann. Konkret bedeutet das, sowohl Energie- und Ökobilanzen als auch Schadstoffbelastungen der Lebensmittel zu beachten und Produkte aus integrierter und ökologischer Landwirtschaft zu verwenden. Es sollten Lebensmittel aus der Region bevorzugt und saisonale Produkte gekauft und gegessen werden.


Fair handeln

Darüber hinaus geht es um Gerechtigkeit zwischen den Generationen und um fairen Handel zwischen wohlhabenden Staaten und Entwicklungsländern (Döppe et al. 2002). Fair bedeutet in diesem Zusammenhang, Produkten aus fairem Handel mit Entwicklungsländern und aus benachteiligten Regionen den Vorzug zu geben (LfU 2006). Darüber hinaus kann auch die biologische Vielfalt im Rahmen der nachhaltigen Regionalentwicklung gesehen werden. Unter dem Begriff "Agrobiodiversität" wird die nationale Biodiversitätsstrategie hinsichtlich der Aspekte Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft ergänzt.


Verlässliche Label

Bei der Kaufentscheidung ist es für den Konsumenten oft schwer zu beurteilen, welche Produkte nachhaltig sind und welche nicht. Durch gute Informationen über die Produkte können Verbraucher für die Belange des Natur- und Umweltschutzes sensibilisiert und ihre Kaufentscheidungen beeinflusst werden. Weitere Unterstützung für den Verbraucher bieten an dieser Stelle Prüf- und Gütekennzeichen wie beispielsweise Bio- oder Fair-Trade-Siegel, die durch regelmäßige Warenproben und Dokumentationspflichten die Einhaltung bestimmter Standards gewährleisten. Einige Bio-Siegel wie Demeter und Bioland unterliegen deutlich strengeren Kriterien als EU-Bio-Zertifizierungen.

Auch Direktvermarktung (z. B. Einkaufen auf dem Bauernhof, Apfelsaft aus Streuobstwiesen) und regionale umweltverträgliche Produktion leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Viele Regionen haben inzwischen eigene Regionalmarken mit strengen Herkunfts- und Qualitätskriterien entwickelt, deren Produkte natur- und umweltverträglich erzeugt werden. Bekannte Beispiele sind Rhön, Eifel, Bergisches Land (Bergisch pur), Schaalsee und Echt Schwarzwald.

 

Links

Biosiegel Demeter

Biosiegel Bioland

Biosiegel Naturland

Einkaufen auf dem Bauernhof

Wissensportal Ökolandbau

Ökologischer Landbau BMEL

Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft BÖLW

Wegweiser für Konsumenten WWF

Fair und ökologisch einkaufen

Fair trade

Über Label Label-online

NABU Siegel-Check

Bio Label für Fleisch NABU