Bundesamt für Naturschutz

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Lebensmittelsicherheit


Lebensmittelüberwachung ist Ländersache © Michael Pütsch
Foto: Äpfel am Baum © Michael Pütsch

Gesundheitlicher Verbraucherschutz bei Lebensmitteln

Lebensmittelsicherheit ist in Deutschland eine der wichtigsten Aufgaben des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Qualitätskontrolle gehören dabei eng zusammen und sind das erklärte Ziel zahlreicher Bestrebungen (Lindemann 2006).


Lebensmittelüberwachung – Struktur und Vorgehen

In Deutschland wird die Lebensmittelüberwachung durch die Bundesländer koordiniert. Um einen vergleichbaren bundesweiten Standard bei der Lebensmittelüberwachung und -sicherheit zu gewährleisten, bestehen Koordinierungsgremien innerhalb der Bundesländer. Alle Betriebe, die Lebensmittel, Bedarfsgegenstände oder kosmetische Mittel herstellen, verarbeiten oder verkaufen, werden regelmäßig überprüft. Die Auswahl der Produkte und Betriebe erfolgt dabei nach einem EU-weit einheitlichen Grundsatz und bezieht sich vorwiegend auf Betriebe und Lebensmittel, von denen ein erhöhtes Risiko für den Verbraucher ausgehen kann. Die Auswahl der Lebensmittelproben richtet sich dabei nach der Art des Lebensmittels, dem Ausmaß der möglichen gesundheitlichen Gefährdung, den Verzehrmengen, aktuellen Erkenntnissen, bestimmten Herstellungsverfahren und jahreszeitlichen Einflüssen (Fankhänel 2007).


Nährwertprofile

Derzeit gewinnen nährwert- und/oder gesundheitsbezogene Angaben auf Konsumgütern stark an Bedeutung. Nährwertbezogene Angaben geben darüber Auskunft, welche Nähr- und Inhaltsstoffe in einem Lebensmittel in erhöhten oder verringerten Mengen vorhanden sind oder fehlen. Gesundheitsbezogene Angaben sind Angaben auf Lebensmittelverpackungen oder -etiketten, die auf einen Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteilen und der Gesundheit hinweisen, beispielsweise Hinweise auf Allergene. Für standardisierte Etikettierungen mit einem einheitlichen Nährwertprofil werden derzeit Leitlinien und Kriterien in einer EU-weiten Positivliste erarbeit. Das Nährwertprofil definiert dabei die Anforderungen an die Nährstoffzusammensetzung eines Lebensmittels, damit dieses eine nährwert- oder gesundheitsbezogene Werbeaussage tragen darf (Backes 2007).